18 Tage unterwegs mit zwei Kindern, Dachzelt und kompletter Campingausstattung – und das nur mit einem Kombi.
Ohne zusätzliche Aufbauten, ohne überladenes Auto. Unsere Erfahrung hat ganz klar gezeigt: Es geht – und es ist sogar sehr entspannt.
In diesem Artikel zeigen wir euch, wie wir unseren BMW 5er Kombi gepackt haben, warum wir bewusst auf zusätzliche Ladung verzichtet haben und weshalb beim Dachzelt-Urlaub oft weniger mehr ist.
Unser Fahrzeug & Setup
- Fahrzeug: BMW 5er Kombi
- Dach: ausschließlich das Dachzelt
- Dachlast: ca. 100 kg
- Dachzelt: Qeedo Hybrid 3+
Für uns war klar:
👉 Das Dach gehört dem Dachzelt – alles andere muss ins Fahrzeug passen.
Was kam wohin? Unsere Packlösung für unsere Reise
Im Dachzelt
Decken, Kissen und Handtücher haben wir zusammengefaltet im Dachzelt transportiert sowie die Leiter für das Dachzelt.
Das spart enorm viel Platz im Auto und hat sich als absolut praktisch erwiesen.
Extra-Tipp aus der Praxis: Übernachtungs-Basics direkt ins Dachzelt packen.
Was sich für uns als extrem praktisch erwiesen hat:
Wir haben für jede Person einen Schlafanzug, außerdem Zahnbürsten und die wichtigsten Hygieneartikel direkt im Dachzelt transportiert. Dazu gehörten auch Dinge, die man nachts nicht suchen möchte – zum Beispiel die Lieblingskuscheltiere der Kinder.
Der große Vorteil:
👉 Für spontane Übernachtungen ist man jederzeit bereit.
Kein Kofferraum auf, keine Suche nach Taschen, kein Umpacken im Dunkeln. Dachzelt auf – fertig.
Gerade mit Kindern ist das eine enorme Erleichterung und spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven.
Rückbank
Der mittlere Rücksitz haben wir umgeklappt.
Dort wurde das Vorzelt längs zwischen den beiden Sitzen verstaut – eine einfache, aber sehr effektive Lösung.
Links und rechts saßen die Kinder im Kindersitz ausgerüstet mit:
- ein paar Spielsachen
- Büchern
- Kleinigkeiten wie Trinkflasche und Snacks für die Fahrt
Alles griffbereit, ohne Chaos.
Kofferraum
Im Kofferraum war alles, was wir für den läneren Aufenthalt an einem Ort gebraucht haben:
- große Kühlbox
- Campingtisch
- Gaskocher
- Campingstühle
- eine große Campingbox mit Kleinzeug wie: Geschirr, Kaffekocher, Gewürze, Geschirrtücher und Putzlappen, Taschenlampen, Kabeln & Stromzubehör
- Kleidung für die ganze Familie
Uns war wichtig, dass alles seinen festen Platz hat – so bleibt der Überblick, auch bei längeren Aufenthalten und es kann alles wider gut eingepackt werden.
Beifahrerseite
Das nötigste für die Fahrt selbst:
- Reisepässe und Dokumente
- Proviant
- Getränke
- Kleinigkeiten für kurze Pausen
So mussten wir unterwegs nicht ständig alles umräumen.
Weniger ist mehr – unsere wichtigste Erkenntnis
Rückblickend können wir ganz klar sagen:
👉 Man braucht deutlich weniger, als man denkt.
Spielsachen
Kinder finden vor Ort fast immer etwas zum Spielen:
- neue Freunde
- Spielplätze
- Strand zum Sandburgen bauen
- oder sie kaufen sich mit dem Urlaubsgeld eine Kleinigkeit
Unsere Erfahrung zeigt deutlich: Beschränkt euch auf das Nötigste.
Wir würden jederzeit wieder so reduziert reisen. Vieles, was man vorab einpackt – gerade Spielsachen – bleibt am Ende oft unbeachtet in liegen. Kinder brauchen im Urlaub erstaunlich wenig, um glücklich zu sein: neue Eindrücke, Bewegung, Zeit draußen und manchmal einfach nur ein bisschen Freiheit.
Kleidung
Auch hier gilt: nicht überpacken.
- Es gibt immer wieder Möglichkeiten zu waschen
- Man trägt im Urlaub sowieso die gleichen Lieblingssachen
- Zu viel Kleidung sorgt nur für Unordnung
Was uns gefehlt hat
Überflüssig war nichts – aber zwei Dinge haben wir gelernt:
1. Campingschrank
Gerade bei längeren Aufenthalten und bei schlechtem Wetter hätten wir uns mehr Ordnung gewünscht, vor allem für Geschirr, Lebensmittel und Kleidung.
Ein Campingschrank hätte den Alltag deutlich entspannter gemacht.
2. Ameisenabwehr
Eine Kleinigkeit, die wir unterschätzt haben:
👉 Ameisenabwehrmittel.
Ohne hatten wir schnell überall Ameisen vor allem auch in dem Auto – eine klare Lehre für die nächste Reise.
Unser Tipp für Dachzelt-Einsteiger & Fazit
Gerade als Familie ist man bei der Planung schnell versucht, zu viel mitzunehmen. Unsere Erfahrung zeigt jedoch ganz klar: Weniger ist mehr. Ein Dachzelt-Urlaub funktioniert auch mit Kombi hervorragend, wenn man sich auf das Wesentliche beschränkt, Ordnung hält und flexibel bleibt. Vieles, was man vorab einpackt, wird unterwegs kaum genutzt – entscheidend sind ein gutes Setup, realistische Erwartungen und die Bereitschaft, sich auf das Reisen einzulassen.
Ein großes Fahrzeug oder zusätzliche Aufbauten sind dafür nicht nötig. Mit einem gut gepackten Kombi und einer reduzierten Ausstattung wird der Alltag unterwegs deutlich entspannter – für Eltern genauso wie für Kinder.
Unser Rat: Wer unsicher ist, sollte ein Dachzelt zuerst mieten und selbst ausprobieren. So findet man schnell heraus, was man wirklich braucht – und was nicht.





